StartseiteAktuellFachschaftSchülerMaterialFachbetreuung
     Blos          Meyer          Ponnath     

Heiter, lustig, munter ging´s die Alpen runter

Klick - zum Vergrößern!

Zu Beginn des Schuljahres 2010/11 stand nach einigen Testfahrten das P-Seminar im Fach Erdkunde fest, nämlich die Organisation und Durchführung einer Alpenüberquerung welche von einigen wagemutigen Schülern und Schülerinnen ausgewählt wurde. Im weiteren Verlauf des Seminars befassten sich diese Freiwilligen intensiv mit der Planung und Vorbereitung einer Alpentour. In der letzten Schulwoche  ging es dann, aufgeteilt in zwei Leistungsgruppen, eine schwerere und eine weniger schwere, mit dem Bus in Richtung Süden. Die Radtour sollte uns von Österreich bis hin nach Italien führen. Unser gemeinsames Ziel war: „der Gardasee“. Innerhalb von sechs Tagen wollten wir insgesamt 260 km und 7700 Höhenmeter bzw. 365 km und 10600 hm überwinden.

Schon die Hinfahrt mit dem Bus empfanden einige als sehr anstrengend, da sie erst kurz zuvor von den intensiven Seminarfahrten zurückgekommen waren.

Die Stimmung war deshalb zunächst verhalten und sie waren etwas müde, trotzdem konnte sich mit der Zeit Vorfreude auf die bevorstehenden Erlebnisse ausbreiten.

 Im Zillertal angekommen, den mit Ehrfurcht erfüllten Blick auf die scheinbar unüber-windbaren Pässe gerichtet, stiegen wir auf unsere Fahrräder. 

Das Abenteuer konnte beginnen: „Kollektiv, erster Gang!“

 Das zuvor aufs absolute Minimum reduzierte Gepäck erschien uns nun trotzdem noch erdrückend schwer. Ansonsten verlief der erste Tag, mit 30 km bzw. 20 km Strecke, relativ unspektakulär und wir erreichten am Abend, die im Voraus gebuchte Unterkunft in Schlegeis bzw. ?????????. Gemeinsam starteten beide Gruppen am 25.7, schon in den frühen Morgenstunden wieder zur nächsten Etappe. Die für den zweiten Tag geplante Route (50km+700hm; 75km+1625hm) stellte sich als wesentlich anspruchsvoller heraus, wurde aber, bis auf wenige Ausnahmen, von allen zufriedenstellend gemeistert. Jedoch wegen des langen und anstrengenden Anstiegs, der streckenweise zu Fuß und schiebend bewältigt werden musste, empfanden nicht wenige diesen Tag als den schwersten, mit einer Fahrzeit von 9,5 Stunden in beiden Gruppen. 

„Wir mussten mit Regen, überraschenden Schneefällen und extremen Temperatur-schwankungen, die bis in die Minusgrade hineingingen, zurechtkommen.“, so schilderte Peter die Situation an diesem Tag. 

„Würdest du wieder eine Alpentour mitmachen?“, so fragten manche.  „Ja, aber lieber ohne Fahrrad“, war die spontane Antwort darauf.

Die in der schönen Natur freilaufenden Kühe wurden neben der allgemein herrschenden Idylle  auch am dritten Tag noch positiv wahrgenommen. Mit zunehmenden Beschwerden im Bein- und Rückenbereich am vierten Tag (70km; 40km) , bekam auch die ungewohnte, übermäßige Beanspruchung des Gesäßes ein ganz neues Gewicht.

„Welcher Tag war für dich der schwerste?“, so wurde gefragt und „Für die Harten gibt es keine schweren Tage!“, wurde erwidert.

Im Folgenden fasst einer unserer Mitschüler den fünften Tag zusammen, den er als den härtesten empfunden hat.

„Am Donnerstag begann es sehr gut, das heißt, den vor uns liegenden ersten Berg mit 1100HM schafften wir bequem, doch  als wir daraufhin festgestellten, dass noch ein weiterer Berg vor uns liegt, schlug die Stimmung blitzartig um. Weil wir uns dann noch verfuhren und den letzten Berg  mit 600HM  im Regen überqueren mussten und es auf dem Gipfel auch noch sehr kalt wurde und man deshalb einfach keinen Bock mehr hatte, ja, da war dieser dann einfach der schwerste Tag !“ 

Große Begeisterung lösten  die zuvor gebuch-ten „Herbergen“ aus. Sie entpuppten sich glücklicherweise als wahre Wellnessoasen, die für Entspannung und Erholung, in der sonst so anstrengenden Zeit, sorgten. Außerdem wurde auch  im Nachhinein noch die vorzügliche Küche gelobt, dabei speziell  natürlich die köstlichen italienischen Gerichte..

Die Vorfreude auf  die langen Abfahrten hinunter zum Gardasee halfen uns, den letzten Tag gut zu überstehen.

Am Ziel angekommen, fühlten wir uns alle sehr erleichtert. Glücklich, zufrieden, stolz, aber auch müde und erschöpft feierten wir, nun wieder vereint, unseren großen Erfolg am Strand von Torbole.

Aus den neu gewonnenen Erfahrungen konnten wir viel für uns selber lernen.

„UNS KANN KEINER BRECHEN!“, so lautet deshalb das Fazit.

 

Daten und Höhen


   Impressum        |           Design © by Lukas Bartke        |           Webmaster        |           Sitemap